Ironman 70.3 Gdynia (POL)

In Gdynia war ich bereits vor einem Jahr am Start. Den vierten Rang aus dem Vorjahr zu toppen war ein realistisches Ziel und ich freute mich erneut in Polen zu sein.

Beim Schwimmen hielt ich mich problemlos in der Spitzengruppe bevor ich dann auf dem Rad attackieren wollte. Leider rutschte ich beim aufspringen aufs Fahrrad am Lenker aus und fiel unglücklich mit dem Hamstring über die Sattelspitze. In der Folge machte der Oberschenkel leider komplett zu. Die ersten 45 Kilometer konnte ich also nur locker ohne Druck pedalieren. Danach schien sich der Oberschenkel langsam wieder zu entspannen durch die angeregte Durchblutung und ich fand langsam aber sicher wieder den Wettkampfdruck. Die letzten 25 Kilometer legte ich sogar am schnellsten zurück, nur war ich zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 Minuten zurück. In dieser aussichtslosen Situation hätte ich am liebsten aufgehört. Aber ich entschied mich trainingshalber doch noch laufen zu gehen. Ich lief ein wenig unrund los, fand dann von Kilometer zu Kilometer einen besseren Schritt. Ich wurde immer schneller und war irgendwann bei Kilometer Splits von unter 3.30 Pace. Schlussendlich bin ich neue Halbmarathon Bestzeit im Triathlon gelaufen, 1.14.33 - Wau, fast 5 Minuten schneller als im Vorjahr. Trotz einem entäuschenden 16. Gesamtrang war ich richtig stolz trotz allem mein Bestes gegeben zu haben und die neue Laufbestzeit macht natürlich doppelt Spass.