IM 70.3 Finland

Nach den beiden tollen Resultate von Rappi und Luxemburg wollte ich meine gute Form nutzen. Schliesslich hab ich dafür den ganzen Winter über hart trainiert. so entschied ich mich beim dritten Halbironman innerhalb einem Monat ebenfalls teilzunehmen.

Es war mein erstes Mal überhaupt in Finnland. Lahti war schön und die Strecken gefielen mir gut, ok das Radfahren war überhaupt nicht technisch aber trotzdem ein fairer Kurs mit einigen Rolling Hills, etwas Wind und vielen flachen, schnellen Abschnitten. Am Wettkampftag selber war leider der einzige Tag, an dem es regnete. Es war ziemlich kalt und bedeckt. Schon beim Schwimmen sorgte ich fürs Tempo an der Spitze. Zwei Athleten konnten im Wasserschatten dran bleiben. Auf dem Rad schüttelte ich diese sofort ab und fuhr die ganzen 90 Kilometer solo an der Spitze. Direkt vor dem Wechsel konnten jedoch zwei Athleten mit der Tagesbestzeit auf der Radstrecke zu mir aufschliessen. Kopf an Kopf gingen wir zu dritt auf die abschliessenden 21 Kilometer. Dem späteren Sieger konnte ich nicht ganz folgen, also konzentrierte ich mich auf mich. Von hinten drückten einige schnelle Läufer und verkürzten den Abstand. Bei der Hälfte des Halbmarathons war bereits mehr als die Hälfte meines Vorsprungs geschmolzen. Ich fühlte mich nicht so gut wie bei den letzten beiden Rennen und es war ein ziemlicher Kampf. Regen und Kälte kamen für mich erschwerend dazu, da ich meist besser performe bei Wärme/ Hitze. Mutter und Schwester waren extra angereist um mich zu unterstützen, ich war immer noch auf dem zweiten Rang bei 18 Kilometer. "Noch 3 Kilometer, das schaffst du!" Hm, wenn ich das tatsächlich schaffe wäre das nach dem Sieg und dem 2. Rang in Luxemburg und Rappi mein drittes Podest von 3 Starts. Mit dem Gedanken konnte ich mich gut anfreunden und ich mobilisierte nochmals all meine Kräfte. Der Zieleinlauf auf dem zweiten Schlussrang war die Belohnung und fühlte sich toll an.