IM 70.3 Luxemburg

Ich freute mich sehr wieder in Luxemburg am Start zu stehen. An dieses Rennen habe ich ganz spezielle Erinnerungen, schliesslich gelang mir hier im 2015 mein erster internationaler Sieg.

Nur eine Woche nach meinem zweiten Rang beim 70.3 Rapperswil wollte ich dieses Rennen auf keinen Fall verpassen, denn vorallem die Radstrecke gehört zu meinen absoluten Favoriten. Ob ich nur eine Woche nach Rappi bereits wieder erholt war blieb die einzige Frage. Gute Erinnerungen an vergangene Austragungen, Form, Einstellung und Selbstvertrauen stimmten auf jeden Fall.

 

Nach einem guten Schwimmen setzte ich mich sofort an die Spitze und absolvierte die ersten 20 Kilometer mit einem Schnitt von über 45 km/h. Nur der Franzose Romain Guillaume konnte mir folgen. Danach kam der bergige Teil der Radstrecke und ich musste einige Attacken von Romain abwehren. Nach harten 90 Kilometern gingen wir zusammen auf den abschliessenden Halbmarathon. Ich startete mit flottem Tempo, dass ich Romain trotzdem nicht folgen konnte erstaunte mich ein wenig, deshalb entschied ich mich bei meinem eigenen Tempo zu bleiben. Nach ca. 10 Kilometern merkte ich wie der auf 80 Sekunden angewachsene Vorsprung von Romain langsam wieder weniger wurde. Bei 12 Kilometern entschied ich mich mit einer kleinen Tempoverschärfung die Lücke zu schliessen um eine Chance auf den Sieg zu haben. Als ich bei ihm war nutzte ich den Überraschungsmoment und zog gleich an ihm vorbei, dabei riskierte ich selber zu explodieren. Glücklicherweise war es aber Romain und nicht ich, der explodierte. So hatte ich ziemlich schnell eine Lücke von knapp einer Minute herausgelaufen. Tempo normalisieren und durchhalten, dachte ich mir. Das tolle Gefühl, das Rennen zum zweiten Mal gewinnen zu können und die Anfeurungsrufe des Publikums trugen mich ins Ziel. Geschafft! Zweites Podest innerhalb 7 Tagen und zweiter internationaler Sieg überhaupt. Yes.