IM 70.3 Dubai, 27. Januar

10 Tage vor Dubai entschloss ich mich, das Rennen als ersten Fitnesstest zu absolvieren. Ich war ja bereits zweimal in Dubai und muss sagen, dass es mir beide Male  sehr gut gefallen hat. Deshalb freute ich mich auf den erneuten Trip nach Dubai und eine erste Standortbestimmung. Dass ich erst einigermassen fit war, war mir bewusst und nach nur drei Wochen Training auch verständlich. 

 

 

Erfreulicherweise war das Wasser warm genung, so dass für uns Pros ohne Neoprenanzug geschwommen werden konnte. Mit Josh Amberger und Javier Gomez waren die zwei schnellsten Schwimmer in der Szene dabei. Ich hatte einen schlechten Start und verpasste Josh, für Javi wollte ich allerdings nicht das Loch schliessen. Also blieb ich die ganze Zeit über an seinen Füssen. Dies gelang mir erstaunlich einfach. Den Wechsel aufs Rad habe ich ebenfalls ein wenig verpatzt und startete dann ziemlich zügig um auf Josh, der das Rennen anführte wieder aufzuholen. Dies gelang mir gut. Bei ca. 20 Kilometer konnte ich zu ihm aufschliessen und übernahm wenig später auch die Führung. Unter diesem hohen Tempodiktat war die Spitzengruppe auf nur noch 5 Leute reduziert und einige Favoriten hatten bereits über 2 Minuten Rückstand. Da es nur die 5 stärksten Radfahrer in die Spitzengruppe schafften wurde relativ regelmässig gefahren und auch nicht attackiert. Zudem waren alle mit etwa 15 Metern Abstand zueinander mehr als fair unterwegs, was mich sehr freute. 

Als wir nach dem Wendepunkt auf dem Weg zurück die ersten Verfolger kreuzten, konnte man dasselbe leider nicht von allen Athleten behaupten.

Als die letzten 10 Kilometer das Tempo nochmals anstieg, kämpfte ich nicht um die vorderste Position und hoffte, somit noch genug Energie für einen guten Lauf zu haben. An fünfter Position ging ich auf den abschliessenden Halbmarathon. Ich fühlte mich okay,  hatte aber das Gefühl, wie begrenzt zu sein im Speed, was nach nur 3 Wochen Training auch  verständlich ist. Und so verlor ich dann auch einige Positionen an die von hinten heranbrausenden Spitzenläufer. Schlussendlich verpasste ich die Top Ten, welche mich voll und ganz zufrieden gestellt hätten, um nur 2 Plätze. 

 

Mit dem zwölften Platz bei einem starken Starterfeld und einem ersten Fitnesscheck, der schon sehr gute Schwimm- und Radfitness aufweist, kann ich zufrieden sein. Das Laufen ist noch verbesserungsfähig, da werde ich mich diesen Winter stark darauf konzentrieren und freue mich nun auf eine längere, intensive Trainingsphase ohne Wettkämpfe. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sven (Montag, 08 Mai 2017 22:49)

    war doch ein guter einstieg in die neue saison. wünsch dir ein erfolgreiches 2017 ! vielleicht sieht man sich in rappi oder züri!