IM 70.3 Europameisterschaft, Wiesbaden

6. Rang am Ironman 70.3 in Wiesbaden minus ein Amerikaner der nicht zur EM dazu zählt ergibt Rang 5 an der Europameisterschaft über die Ironman Halbdistanz. Top 5 war mein Ziel, von da her alles aufgegangen? Nicht ganz, solid aber nicht überglücklich, da ich nicht alles abrufen konnte, was ich derzeit drauf habe. 

 


Als erster aus dem Wasser kommend, dürfte der aufmerksame Zuschauer meinen Rennplan schnell durchschauen. Vollgas von Anfang an, um das Rennen vor allem für die ganz schnellen Läufer im Feld möglichst unangenehm zu gestalten. Zudem wird das Feld dadurch mehr verzettelt und das Risiko von grossen Gruppenbildungen minimiert. Ich konnte schnell eine Minute zwischen mich und den Dritten legen, nur mein Trainingskollege Maurice Clavel konnte mithalten. Ich merkte schnell, dass ich nicht die besten Beine hatte und musste schon früh kämpfen um einen hohen Rhythmus zu halten. Trotzdem gehörten die ersten 30 Kilometer Maurice und mir, danach schloss Andreas Raelert zu uns auf. Dieser hielt sich nicht lange mit taktischen Spielchen auf und zog sofort vorbei. Meine Beine verweigerten irgenwie die letzten 10%, so war es mir leider nicht möglich mit Andi mitzuhalten. Negative Gedanken wie "heute ist nicht dein Tag" oder die Frage ob der Ironman Zürich von vor erst 3 Wochen doch noch zu tief in den Knochen, respektive Muskeln sitzt, kamen auf. Mein Ziel einer Top 5 Platzierung schien aber immer noch machbar und ich konnte die Gedankenspiele ins Positive drehen. Mit schmerzenden Beinen hatten auf dieser anspruchsvollen Radstrecke ohnehin alle zu kämpfen. An vierter Position kam ich von der Radstrecke zurück, dicht gefolgt von vier weiteren Athleten. Während etwa 15 Kilometern lief ich an sechster Position. Da die Strecke sehr übersichtlich für Coaches und Zuschauer ist, bekam ich aussergewöhnlich viele, genaue Zwischenzeiten zugerufen. Hinten drückten zwar einige schnelle Läufer, doch es sah so aus als könnte ich meinen Vorsprung verteidigen. Mit einer kämpferischen Leistung und einer guten Schlussrunde konnte ich mich noch um einen Rang nach vorne schieben. Auf dem fünften EM Rang kam ich ins Ziel. 


Ich bin sehr zufrieden und "happy", dass ich mich durchgekämpft habe und an einem durchwachsenen Tag in der Lage war, mich inmitten der Besten von Europa zu klassieren.  

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Alesha Shah (Sonntag, 05 Februar 2017 21:23)


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