Sieg am IM 70.3 Luxemburg

Nur zwei Wochen nach meinem 2. Rang beim 70.3 Rapperswil gewann ich in Luxemburg mein erstes internationales Profirennen. Damit erfüllte ich mir ein erstes Teilziel auf meinem Weg als Triathlet und bestätige den Aufwärtstrend meiner Leistungen. Zudem habe ich die Quali für die Halbironman WM, welche im September in Zell am See (AUT) stattfindet, auf sicher.

 

Der Renntag hielt wenig Überraschungen bereit. Fühlte ich mich am Morgen als ich aus dem Fenster blickte und das regnerische Wetter sah mehr nach einem Wellness/ Spa Tag, umso besser fühlte ich mich als um 13 Uhr der Startschuss fiel. Auch die Strassen waren mittlerweile trocken und die Temperatur perfekt für ein schnelles Rennen. Ich übernahm sofort die Spitze und sorgte für Tempo. Als ich nach ca. 1 Kilometer um die Wendeboje schwamm, sah ich, dass nur ein Athlet "dran" war. Danach klaffte eine etwa 20 Sekunden grosse Lücke. Als hätten wir uns abgesprochen übernahm dann der Belgier Heemeryck Pieter die Führungsarbeit für die zweite Hälfte des Schwimmparts. Nach einem etwas verpatzten Wechsel ging es ab auf die Radstrecke. Die ersten 35 Kilometer sind extrem schnell, komplett flach an der Mosel entlang. Ich drückte ordentlich in die Pedale und war sofort alleine in Führung. Nach 35 kam ein erster kleiner Berg. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits über 2 Minuten vor der ersten Verfolgergruppe mit den Favoriten rund um Raelert, Diederen, Lange und co. Ich fühlte mich richtig stark und baute meine Führung auf der technischen, hügeligen und wunderschönen Radstrecke durch die Weinberge von Luxemburg weiter aus. Mit etwas über 4 Minuten Vorsprung ging ich auf den abschliessenden Halbmarathon. Ich fühlte mich trotz der harten Solofahrt immer noch gut und lief einen kontrollierten, sehr regelmässigen Lauf. Der schnell schrumpfende Vorsprung auf den ersten 5 Kilometern beunruhigte mich nicht weiter, denn ich wusste, dass die Jungs nicht vorhatten mir den Sieg kampflos zu übergeben. Nur mussten sie dafür ziemlich überhöht loslaufen und einiges riskieren um mich noch unter Druck zu setzen. Bei Kilometer 13 hatte ich immer noch über 2 Minuten Vorsprung. Von da an merkte ich, dass ich auf dem Weg zu meinem ersten grossen Sieg bin, falls ich selbst keinen Fehler mehr machen würde. Die letzten drei Kilometer konnte ich dann richtig geniessen und der Zieleinlauf unter tosendem Applaus war genial und macht auf jeden Fall Lust auf mehr.:)

 

Ich freue mich über das tolle Resultat und bedanke mich vielmals für Eure Unterstützung jeglicher Art, ich schätze dies wirklich sehr.

Die Resultate zeigen mir, dass mit konsequenter Arbeit und Freude an dem was man macht, noch viel möglich ist. So befinde ich mich momentan für 3 Wochen in St. Moritz im Höhentrainingslager und bereite mich auf meine erste Langdistanz des Jahres, den Ironman Zürich (19. Juli) vor. Ich freue mich sehr darauf und hoffe den einen oder anderen von euch am Streckenrand oder im Rennen zu sehen. Bis bald.

 

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