Ironman 70.3 Rapperswil

Gestern erreichte ich mein hochgestecktes Ziel einer Podestrangierung und wurde starker Zweiter beim Ironman 70.3 Switzerland. Dies ist mein bisher international grösster Erfolg, da das internationale Rennen gleichzeitig auch die Schweizermeisterschaft über die Mitteldistanz war, bin ich ebenfalls neuer Vize- Schweizermeister hinter dem Sieger Ruedi Wild.

Das Rennen fing gut an für mich, was alles andere als ein Zufall war. Ich setzte auf ein offensives Rennen und übernahm von Anfang an die Spitze beim Schwimmen. Das Tempo war so gewählt, dass meine stärksten Widersacher rund um Ruedi Wild, Ronnie Schildknecht, Jan van Berkel sowie Mike Aigroz nicht mithalten konnten. Dies gelang mir eindrücklich und ich kam mit einem beruhigenden Zeitpolster von 1.40 Minuten auf die oben genannten Jungs als Erster aus dem Wasser. Dass die 4  Jungs kurze Zeit später als Vierergruppe meine ersten Verfolger waren, beunruhigte mich nicht weiter, da ich mich auf ein hartes Rennen alleine an der Spitze eingestellt hatte. Ich war gewillt meinen Vorsprung zu verteidigen und setzte alles daran nicht aufgeholt zu werden. Erfreulicherweise konnte ich nebst der schnellsten Schwimmzeit auch die schnellste Radzeit realisieren und kam somit mit einem Vorsprung von 2.45 Minuten in die zweite Wechselzone. Eine spannende Ausgangslage aber noch lange kein Grund zum ausruhen. Da ich in den vergangenen Wochen auch beim Laufen ziemlich gute Trainingsleistungen abrufen konnte war ich überzeugt, dass ich eine Podestplatzierung halten kann. Bei Streckenhälfte wurde ich vom schnellsten Läufer und späteren Sieger Ruedi Wild eingeholt und nach rund 3 Stunden alleine in Führung liegend, an der Spitze abgelöst. Ich versuchte gar nicht erst bei ihm dranzubleiben, denn dies hätte garantiert mein Rennen ruiniert und zu einem Einbruch geführt. Stattdessen blieb ich ruhig und lief ein regelmässiges Rennen. Zwischenzeitlich hatte ich mit immer schwerer werdenden Beinen und einem von hinten drückenden Jan van Berkel zu kämpfen. Die vielen Anfeuerungsrufe, die geniale Stimmung und mein eigener Fanclub der zahlreich angereist war , waren Grund genug weiter zu kämpfen. Zudem wollte ich mir den zweiten Rang auf keinen Fall mehr nehmen lassen. Überglücklich war ich natürlich, als ich dann tatsächlich als Zweiter in die vor Stimmung fast überkochende Zielkurve einlief.

 

Ich möchte mich bei allen Zuschauern, Freunden und Bekannten vielmals bedanken, es war genial mit euch. Wenn ich mich zurück erinnere wie ich vor etwa 6 Jahren am Ironman 70.3 das erste Mal als Zuschauer und Fan die grossen Jungs beobachtete und erfürchtig ihre Leistungen bewunderte, macht es mich doch ein bisschen Stolz von 2700 Startern als Zweiter die Ziellinie überquert zu haben und ein Teil des tollen Rennens zu sein. Vielen Dank an alle, die mich auf meinem Weg begleiten und immer an mich glauben.

 

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