Ironman 70.3 Zell am See

Am vergangenen Wochenende startete ich in Österreich an meinem letzten Ironman 70.3 dieser Saison. Es war mir wichtig, bei diesem Rennen dabei zu sein. Denn in einem Jahr findet genau auf diesem Parcours die 70.3 Weltmeisterschaft statt. Deswegen verzichtete ich auf einen Startplatz an der diesjährigen WM in Kanada, (ja ich habe die Quali geschafft) um dann im nächsten Jahr bei der ersten Halbironman WM in Europa als Saisonhöhepunkt bereits mit Streckenkenntnis am Start zu stehen.

Zell am See ist wunderschön. Wenn das Wetter mitspielt bietet sich eine traumhafte Kulisse mit dem See und den vielen hohen Bergen direkt im Hintergrund. Leider gibt es hier aber ziemlich viele Regentage und so war es dann auch am Wettkampftag; bewölkt und kalt. Gegen Ende des Radfahrens fing es auch noch zu regnen an. Nicht meine favorisierten Wetterbedingungen. 

 

Beim Schwimmstart wollten alle möglichst links, nahe der Bojen starten. Ich reihte mich ganz rechts aussen auf. Ich wollte das Feld möglichst in die Länge ziehen, was mir auch gelang. Schnell konnte ich mich an die Spitze setzen und nach etwa 800 Metern alleine um die erste Boje schwimmen. Ein kurzer Blick über die Schulter zeigte mir, dass nur noch zwei Athleten in der Nähe waren. So entschied ich mich, das Tempo etwas zu reduzieren, um Kräfte zu sparen und dann in dieser 3er Spitze aus dem Wasser zu steigen. Auf dem Rad setzte ich mich sofort an die Spitze und schüttelte den dritten Athleten gleich ab. Knappe 15 Kilometer lag ich in Führung, dicht gefolgt vom Zweiten. Dann wurde ich vom vorbei fliegenden Weltrekordhalter über die Ironmandistanz und späteren Sieger Marino Vanhoenacker an der Spitze abgelöst. Meine Beine fühlten sich eher mittelmässig an. Im langen Anstieg hoch zum Filzensattel (1290m.ü.M) fiel ich zwischenzeitlich auf den dritten Platz zurück. Die entstandene Lücke konnte ich allerdings wenig später wieder schliessen und mich wieder auf Platz zwei vorschieben, immer noch dicht gefolgt von meinem Fluchtgefährten vom Schwimmen. So kamen wir dann auch in die Wechselzone rein. Marino war zu diesem Zeitpunkt mit einer unglaublichen Radleistung klar in Führung liegend bereits auf der Laufstrecke. Wie anfangs angedeutet hatte ich leichte Probleme mit der Durchschnittstemperatur von 10,5 Grad welche mein Garmin Radcomputer angab. So tat ich mich schwer einen guten Schritt auf dem abschliessenden Halbmarathon zu finden. Relativ schnell fiel ich auf den sechsten und später sogar siebten Rang zurück. Bei Kilometer 14 war ich langsam warm gelaufen. Mit einem starken Finish konnte ich auf den letzten sieben Kilometern nochmals zwei Ränge gutmachen. Als 5ter überquerte ich schlussendlich die Ziellinie. Bei diesen nicht ganz optimalen Bedingungen für mich ein gutes Ergebnis. Zudem freut mich die konstante Leistung der letzten Rennen. ( 4. Rang IM70.3 Luxembourg, 4. Rang IM70.3 EM Wiesbaden, 5. Rang IM70.3 Zell) Mit diesen Rängen scheint auch das Ziel fürs nächste Jahr klar; ich weiss, wo ich mich noch verbessern muss, um dann ein regelmässiger Podestanwärter zu sein.:)


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