Challenge Fuerteventura, 26. April

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich auf der windigen Sonneninsel Fuerteventura. Das zweiwöchige Trainingslager wollte ich mit einem Wettkampf bei der Challenge Fuerteventura über die Halbironman Distanz abschliessen. Jedoch ging die zweite Hälfte des Lagers und dann eben auch der Wettkampf nicht ganz planmässig über die Bühne.

Die erste Woche verlief super und ich war guten Mutes für den Wettkampf. Die Trainingsresultate waren vielversprechend und auch das letzte harte Lauftraining lief ich so schnell wie noch nie. Bei genau diesem Lauftraining, eine Woche vor dem Wettkampf, zog ich mir leider eine Muskelverhärtung/ leichte Zerrung in der linken Wade zu. Mit diesen Schmerzen in der Wade war kein Lauftraining mehr möglich und auch beim Radfahren behinderte mich die Verletzung anfangs. Ich wollte aber nicht sofort aufgeben und versuchte alles, um die Wade bis zum Wettkampf wieder hinzubekommen. Neben dem Schwimmtraining, lockerem Radtraining und täglicher Behandlung war vorallem schonen angesagt. Ich versuchte positiv zu bleiben, was allerdings unter diesen Umständen alles andere als einfach war. Einen Tag vor dem Wettkampf versuchte ich ein lockeres, kurzes Lauftraining zu absolvieren; das ging. Olé! Mein Trainer Lubos Bilek und ich entschieden, dass ich einen Start am nächsten Tag wagen kann. Schwimmen und Radfahren sollte gehen. Sollten beim Laufen aber Schmerzen auftreten würde ich das Rennen sofort beenden um eine ernsthaftere Verletzung zu vermeiden.

 

Am Wettkampftag stand ich mit gemischten Gefühlen am Start, war aber bereit mein Bestes zu geben. Beim Schwimmen konnte ich mich problemlos in der Spitzengruppe halten, fühlte mich aber nicht grossartig. Als zweiter aus dem Wasser kommend, nahm ich den Weg zum Fahrrad etwas vorsichtiger unter die "Füsse". Auf dem Rad versuchte ich sofort Druck zu machen. Dies blieb mir jedoch verwehrt, meine Beine fühlten sich schlapp an. Die ganzen 90 Kilometer fand ich nicht so recht in den Wettkampfrhythmus. Etwas enttäuscht kam ich nach dem Radfahren als 16. in die zweite Wechselzone, stieg schnellsmöglich in die Laufschuhe und lief sachte los. Ich spürte zwar die Verhärtung, aber es ging. Als 13. Athlet kam ich in einer Schlusszeit von 4 Stunden 17 Minuten ins Ziel.

 

Warum ich nicht so richtig in den Rennmodus gefunden habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Sicher war es mental schwierig damit umzugehen. Vielleicht hat mein Körper während den sechs lockeren Tagen auch zu sehr auf Ruhemodus gestellt... Das ist im Nachhinein auch egal. Ich bin wieder im Training und schaue nach vorne. In gut zwei Wochen steht mit dem Ironman 70.3 in Frankreich schon das nächste Rennen an.

 

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