Ironman 70.3 Panama, 16. Februar

Nach dem Trainingslager auf Fuerteventura bin ich nach Zürich geflogen, habe meine Koffer umgepackt und bin dann direkt weiter nach Panama gereist. Ich wollte mich nicht unnötig dem Risiko einer Erkältung/Krankheit in der kalten Schweiz aussetzen. Zudem hatte ich so noch etwas Zeit, mit der Zeitumstellung und der Hitze zurecht zu kommen.

Sonntag Nacht bin ich nach einer langen, stressigen Reise in Panama angekommen. Die letzten Vorbereitungstage waren gar nicht so einfach, denn in Panama braucht alles sehr viel Zeit: Die Leute arbeiten langsam, die Strassen sind voll Verkehr und auch der Swimminpool, welcher eigentlich hätte offen sein müssen, war erst am dritten Tag, nach zwei erfolglosen Versuchen, tatsächlich zugänglich.:) Auch das Radfahren war ziemlich schwierig und gefährlich, den links und rechts überholen ist hier ganz normal. Trotzdem war die Schlussvorbereitung gut und ich war parat für mein erstes Rennen dieser Saison.

 

Der Start war am Sonntag Morgen um 6.30 Uhr geplant, tatsächlich gestartet wurde dann etwas nach 7.00 Uhr. Die Strassen waren noch nicht vollständig gesichert!

Geschwommen wurde im berühmten Panamakanal. Trotz einer Aussentemperatur über 30 Grad wurde mit Neopren geschwommen, denn das Wasser hatte "nur" etwa 22 Grad. Die Strömung im Kanal in Meeresrichtung bescherte allen eine sehr schnelle Schwimmzeit für die 1,9 Kilometer. In einer Vierköpfigen Spitzengruppe kam ich aus dem Wasser, nur zwei Athleten waren schneller. Mit einem eher mässigen Wechsel verpasste ich die Spitzengruppe und schlug von Anfang an mein eigenes Tempo an. Vielleicht ein Fehler, denn auf der flachen Radstrecke blieb die Gruppe lange zusammen und so verlor ich kontinuierlich an Zeit. Andererseit war es extrem heiss, mein Garmin Radcomputer zeigte als Höchsttemperatur stolze 40 Grad an! So wurde es nach und nach zu einem harten Kampf, sich zur Ziellinie zu retten. Einige Athleten vielen einem zu hohen Anfangstempo zum Opfer. Auf die Laufstrecke ging ich als zehnter Athlet. Diesen Rang konnte ich erfolgreich verteidigen. Somit erreichte ich mein Ziel, bereits bei meinem ersten Wettkampf in den Top 10 zu finishen. Momentan brauche ich noch ein wenig Erholung vom Wettkampf und der langen Heimreise. Danach habe ich nochmals fast 3 Monate Zeit bis zum nächsten wichtigen Wettkampf. Bis dahin werde ich weiter an meiner Form feilen!

 

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