Zusammenfassung der ersten Saisonhälfte

Am 14. April bin ich mit dem Challenge Wettkampf in Fuerteventura über die Halbironman Distanz so früh wie nie zuvor in die Saison gestartet. Da ich immer einige Wettkämpfe brauche, bis ich wieder in den Wettkampfrhythmus finde, wollte ich dieses Jahr etwas früher meine Form testen.

Die Thurgauer Wettkämpfe Stettfurt und Frauenfeld waren ebenfalls als Testwettkämpfe im Vorfeld auf den Halbironman Rapperswil geplant. Den Wettkampf in Frauenfeld konnte ich erfreulicherweise bereits das dritte Mal in Folge gewinnen.

 

Am Wettkampf in Rappi wollte ich ein möglichst gutes Resultat abliefern. Als Erster aus dem Wasser kommend konnte ich mich auch auf dem Rad in den vordersten Positionen halten. Bis  eine, von mehreren willkürlichen Entscheidungen eines Schiedsrichter, auch mich traf. Eine 4 minütige Zeitstrafe warf mich einige Ränge zurück. Etwas frustriert gab ich mir trotzdem grösste Mühe und konnte mit einer tollen Laufleistung auf dem 9. Rang finishen. Darüber war ich in diesem internationalen Feld sehr zufrieden. Positiv hervorzuheben ist, dass ich inklusive 4 Minuten Zeitstrafe das Erste Mal eine Halbironman Distanz unter 4 Stunden beenden konnte. Zudem war ich mit dem 9. Rang der best platzierte Schweizer.

 

Ende Juni konnte ich mit einer starken Leistung am Schweizer Circuit in Spiez den 2. Rang, nur wenige Sekunden hinter dem Olympioniken Ruedi Wild erkämpfen.

 

Sehr kurzfristig entschied ich mich zur Teilnahme an meinem ersten Ironman. Am 15. Juli war es dann so weit und ich stand  nervös, aber voller Vorfreude am Start des Ironman Switzerland in Zürich. Mit dem Ziel Erfahrungen zu sammeln und meine erste Langdistanz finishen zu können war ich angetreten. Auch hier kam ich als Erster aus dem Wasser. Auch nach den 180 Kilometern auf dem Rad war ich, an fünfter Stelle liegend, immer noch voll auf Kurs. Nur die Topfavoriten auf das Podest waren vor mir! Ich war mental darauf vorbereitet, dass die ersten Laufkilometer nach 180km Rad Effort ziemlich harzig sein würden. Leider fand ich aber während dem ganzen Marathon nie einen guten Rhythmus oder bessere Beine. Somit wurde der Marathon immer mehr zu einem einzigen Kampf ums Überleben. Das Ziel, meine erste Langdistanz zu finishen wollte ich unbedingt erreichen. Dies ist mir dann auch gelungen, worüber ich sehr froh war. Es ist noch ein langer Weg an die Spitze, mit erst 25 Jahren bin ich aber noch ein junger Ironman und habe alle Zeit der Welt. Für den weiteren Saisonverlauf hatte die "Niederlage" die ich rang- oder zeitmässig annehmen musste auch etwas Positives. Die Gewissheit, dass ich den inneren Schweinehund besiegen konnte und mich durchgebissen habe, hat mir viel Motivation und Trainingsfleiss gegeben.

 

Bereits eine Woche nach dem Ironman bin ich in Genf am Circuit über die Sprint Distanz angetreten. Dies war mein erstes richtiges Training seit dem Ironman. Zugegeben, meine Beine waren noch nicht ganz frisch.:) Dennoch konnte ich mich im Ziel über meinen ersten Sieg im Schweizer Circuit bei den Pro's freuen. Die Fitness ist also doch da, auch wenn die Beine brannten.

 

Gefühlsmässig war ich dann aber ziemlich müde und gönnte mir nochmals ein paar lockere Tage. Danach bin ich wieder voll in den Trainingsalltag eingestiegen. Anfang August bin ich dann am Circuit Rennen in Nyon über die olympische Distanz gestartet. Mir gelang von Anfang bis Schluss ein starkes Rennen und ich siegte etwas überrascht vor starker Konkurrenz mit neuem Streckenrekord.

 

Momentan bereite ich mich auf die Challenge Walchsee 70.3 vom 2. September vor. Auf dem Weg dorthin, werde ich nächstes Wochenende noch die CISM Militär Weltmeisterschaften im schönen Lausanne bestreiten. Der Wettkampf findet über die olympische Distanz statt.

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